Abzocke bei Tankregelungen? Verbraucherschützer warnen vor neuen Gebührenmodellen

Mietwagenkunden müssen sich 2026 auf neue Herausforderungen einstellen: Verbraucherschützer schlagen Alarm, weil immer mehr Autovermieter undurchsichtige Tankregelungen und zusätzliche Gebührenmodelle einführen. Was früher klar geregelt war, wird zunehmend zu einer Kostenfalle – besonders für Reisende, die ihren Mietwagen schnell und unkompliziert zurückgeben möchten.

Warum Tankregelungen plötzlich wieder zum Problem werden

Die klassische Regel „voll/voll“ galt lange als fair und transparent. Doch laut aktuellen Beobachtungen von Verbraucherschutzorganisationen tauchen vermehrt neue Varianten auf, die für Kunden teuer werden können:

  • Servicepauschalen für Betankung, selbst wenn nur wenige Liter fehlen
  • „Flex-Tank“-Modelle, bei denen der Vermieter den Kraftstoff zu überhöhten Preisen berechnet
  • Rückgabegebühren, wenn der Tankstand nicht exakt dem bei Abholung entspricht
  • Automatische Tankpauschalen, die unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch erhoben werden

Diese Modelle wirken auf den ersten Blick flexibel – entpuppen sich aber häufig als versteckte Preisfallen.

Verbraucherschützer: „Die neuen Gebühren sind oft unverhältnismäßig“

Mehrere Verbraucherzentralen berichten von einer steigenden Zahl an Beschwerden. Besonders problematisch seien:

1. Überhöhte Literpreise

Einige Vermieter berechnen bis zu 3,50 € pro Liter, teilweise sogar mehr. Das liegt deutlich über dem Marktpreis.

2. Pauschalen statt realer Berechnung

Selbst wenn nur 2–3 Liter fehlen, werden Pauschalen zwischen 20 und 40 Euro fällig.

3. Unklare Vertragsformulierungen

Viele Kunden erkennen die Zusatzkosten erst bei der Rückgabe – oder sogar erst auf der Kreditkartenabrechnung.

4. Fehlende Transparenz im Buchungsprozess

Preisvergleichsseiten zeigen zwar die Tankregelung an, aber nicht immer die konkreten Gebühren, die später entstehen können.

Wie entstehen die neuen Gebührenmodelle?

Autovermieter begründen die Änderungen mit:

  • gestiegenen Betriebskosten
  • höherem Personalaufwand
  • „Serviceoptimierung“
  • angeblich häufigen Fehlbetankungen oder unvollständigen Rückgaben

Verbraucherschützer halten dagegen: Viele dieser Gebühren seien nicht nachvollziehbar, überhöht oder schlicht nicht gerechtfertigt.

Wie können sich Mietwagenkunden schützen?

1. Tankregelung vor der Buchung prüfen

Am besten immer „voll/voll“ wählen. Diese Regel ist am transparentesten.

2. Tankstand bei Abholung fotografieren

Ein Foto des Cockpits und des Kilometerstands schützt vor späteren Diskussionen.

3. Tankbeleg aufbewahren

Der Beleg sollte Datum, Uhrzeit und Ort enthalten.

4. Rückgabe dokumentieren

Auch hier: Foto vom Tankstand und vom Fahrzeug.

5. Preisvergleich nutzen

Vergleichsportale wie Mietwagen‑Broker.de zeigen die Tankregelung klar an – und helfen, Anbieter mit fragwürdigen Modellen zu vermeiden.

Fazit: Transparenz wird wichtiger denn je

Die neuen Gebührenmodelle zeigen, wie wichtig es ist, genau hinzuschauen. Wer unvorbereitet bucht, riskiert unnötige Zusatzkosten. Mit klaren Informationen, guter Dokumentation und einem seriösen Preisvergleich lässt sich die Gefahr von Abzocke bei Tankregelungen jedoch deutlich reduzieren.

Schreibe einen Kommentar